Der Hamburger SV hat gegen den 1. FC Köln seinen ersten Bundesliga-Sieg der Saison gefeiert. Während Nicolás Capaldo und Yussuf Poulsen für die Tore sorgten und Ragnar Ache spät noch einmal für Spannung sorgte, fehlte ein wichtiger Spieler im Kader: Kapitän Miro Muheim.
Der 28-Jährige konnte die Partie aufgrund einer Leistenverletzung nicht bestreiten. Sein Fehlen rückte angesichts des 2:1-Erfolgs zwar etwas in den Hintergrund, könnte für die weitere Saison des HSV jedoch noch eine wichtige Rolle spielen.
HSV findet gegen Köln eine Lösung ohne seinen Kapitän
Muheim gehört zu den wichtigen Führungsspielern der Mannschaft von Merlin Polzin. Gegen Köln musste der HSV deshalb ohne eine zentrale Figur auskommen.
Die Gäste hatten über weite Strecken viel Ballbesitz und konnten die Hamburger immer wieder unter Druck setzen. Trotzdem gelang es dem HSV, die entscheidenden Momente auf seine Seite zu ziehen.
Kurz vor der Pause brachte Nicolás Capaldo die Gastgeber per Kopf in Führung. Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff erhöhte Yussuf Poulsen auf 2:0.
Ragnar Ache verkürzte in der Schlussphase für Köln auf 1:2, doch der HSV verteidigte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff und sicherte sich damit die ersten drei Punkte der Bundesliga-Saison.
Muheim soll seine Verletzung vollständig auskurieren
Für Miro Muheim steht zunächst die vollständige Genesung im Mittelpunkt. Da der HSV gegen Köln auch ohne seinen Kapitän erfolgreich war, besteht kein Anlass, bei seiner Rückkehr unnötig ein Risiko einzugehen.
Die nun anstehende Länderspielpause bietet dem Verteidiger zusätzliche Zeit für seine Rehabilitation. Der nächste Bundesliga-Auftritt des HSV ist am 10. Oktober bei der TSG Hoffenheim angesetzt.
Bis dahin bleibt abzuwarten, ob Muheim wieder vollständig zur Verfügung steht.
Kapitän und Führungsspieler
Die Bedeutung Muheims für den Hamburger SV geht über seine Position in der Defensive hinaus. Als Kapitän ist der 28-Jährige eine wichtige Führungspersönlichkeit innerhalb der Mannschaft.
Auch nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga gehört Muheim zu den Spielern, die dem Team Erfahrung und Stabilität verleihen können.
Seine Qualitäten liegen dabei nicht ausschließlich in der Defensivarbeit. Muheim kann auch für Breite im Spiel sorgen und bietet dem Trainer dadurch zusätzliche taktische Möglichkeiten.
Für Merlin Polzin könnte seine Rückkehr deshalb mehr als nur eine personelle Veränderung bedeuten.
Der Sieg gegen Köln gibt dem HSV Selbstvertrauen
Besonders interessant ist der Zeitpunkt von Muheims Verletzung. Der HSV war mit drei Niederlagen in die Bundesliga-Saison gestartet und musste unter anderem deutliche Niederlagen gegen Mainz und RB Leipzig verkraften.
Der Erfolg gegen Köln verändert zunächst die Ausgangslage. Die Mannschaft konnte erstmals drei Punkte sammeln und während der Länderspielpause mit einem positiven Ergebnis arbeiten.
Muheim wird deshalb nicht zurückkehren müssen, um eine Mannschaft aus einer akuten Krise zu retten. Vielmehr könnte er zu einem Team stoßen, das gerade begonnen hat, neues Selbstvertrauen zu entwickeln.
Seine Rückkehr bietet Polzin eine weitere Option
Der Sieg gegen Köln hat gezeigt, dass der HSV auch ohne seinen Kapitän konkurrenzfähig sein kann. Für die Breite des Kaders ist das eine positive Erkenntnis.
Gleichzeitig erhält Merlin Polzin mit einem vollständig genesenen Muheim einen weiteren erfahrenen Spieler für die kommenden Aufgaben.
Entscheidend wird sein, wie der Trainer den Kapitän nach seiner Rückkehr in die Mannschaft integriert. Sollte Muheim wieder in die Startelf rücken, könnte seine Erfahrung dazu beitragen, die defensive Stabilität weiterzuentwickeln.
Der nächste Bundesliga-Termin gegen Hoffenheim könnte daher auch mit Blick auf Muheims Comeback besonders interessant werden.
Die Meinung von HSV ONLINE
Der Hamburger SV hat gegen Köln bewiesen, dass er auch ohne Miro Muheim einen wichtigen Schritt machen kann. Das dürfte dem Team zusätzliches Vertrauen geben.
Gleichzeitig bleibt Muheim aufgrund seiner Rolle als Kapitän und Führungsspieler ein wichtiger Bestandteil des Kaders. Seine Rückkehr sollte deshalb nicht unter Zeitdruck erfolgen. Entscheidend ist zunächst, dass die Leistenverletzung vollständig ausheilt.
Wenn der HSV das gewonnene Selbstvertrauen aus dem Köln-Spiel in die Länderspielpause und anschließend nach Hoffenheim mitnimmt, könnte Muheim zu einem Team zurückkehren, das bereits einen ersten positiven Schritt gemacht hat.
Genau deshalb dürfte die weitere Entwicklung rund um den HSV-Kapitän in den kommenden Wochen besonders interessant werden.