Nach neun Monaten zurück: HSV-Juwel träumt von besonderem Stuttgart-Spiel

Für Alexander Røssing-Lelesiit steht beim Hamburger SV ein besonderes Heimspiel bevor. Nach einer langen Verletzungspause ist das norwegische Offensivtalent wieder einsatzbereit und könnte am Samstag gegen den VfB Stuttgart weitere Spielminuten sammeln. Die Begegnung weckt bei ihm besondere Erinnerungen: Gegen die Schwaben gelang ihm in der vergangenen Saison eine Vorlage, die bis heute sein einziger Scorerpunkt für die Profimannschaft des HSV ist.

Beim dramatischen 3:2-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim feierte Røssing-Lelesiit gemeinsam mit Kofi Amoako und Miro Muheim einen besonderen Moment. Alle drei kamen in dieser Bundesliga-Saison zu Einsätzen. Für den Norweger war es vor allem ein wichtiger Schritt nach einer langen Zeit ohne Pflichtspiele.

Eine schwere Verletzung bremste seinen Aufstieg

Røssing-Lelesiit hatte sich in der vergangenen Saison zunehmend bei den HSV-Profis etabliert und absolvierte elf Bundesliga-Partien. Seine Entwicklung wurde jedoch durch eine schwere Verletzung abrupt unterbrochen.

Im Hamburger Stadtderby gegen den FC St. Pauli erlitt er nach einem Foul von Adam Dźwigała einen Riss des Syndesmosebandes. Die Verletzung bedeutete eine lange Zwangspause und war ein erheblicher Rückschlag für den jungen Offensivspieler.

Auch sein sportlicher Wert hatte sich zuvor positiv entwickelt: Sein geschätzter Marktwert war innerhalb weniger Monate von zwei auf fünf Millionen Euro gestiegen. Umso schwieriger war es für ihn, über einen so langen Zeitraum auf den Fussball verzichten zu müssen.

Besonders vermisst habe er das Gefühl, vor einem voll besetzten Volksparkstadion aufzulaufen. Nach seiner Rückkehr kann er diesem Moment nun wieder näherkommen.

Gegen Stuttgart verbindet ihn eine besondere Erinnerung

Dass ausgerechnet der VfB Stuttgart der nächste Gegner im Volksparkstadion ist, macht die Partie für Røssing-Lelesiit besonders reizvoll.

In der vergangenen Saison überzeugte der Norweger bei einem Heimspiel gegen die Schwaben mit einer starken Vorarbeit für Robert Glatzel. Es war sein erster und bislang einziger Scorerpunkt für die HSV-Profis.

Røssing-Lelesiit erinnert sich gerne an diesen Auftritt. Nun bietet sich ihm die Gelegenheit, vor den eigenen Fans erneut auf sich aufmerksam zu machen und nach seiner langen Abwesenheit weiter Spielpraxis zu sammeln.

Polzin könnte ihm mehr Einsatzzeit geben

Beim 3:2 in Hoffenheim wurde Røssing-Lelesiit in der Schlussphase eingewechselt und kam auf 14 Minuten Spielzeit. Für das Heimspiel gegen Stuttgart gehört er voraussichtlich erneut zum Kader. Trainer Merlin Polzin schätzt seine offensiven Fähigkeiten und könnte ihm weitere Einsatzzeit ermöglichen.

Offen bleibt allerdings, auf welcher Position der Norweger zum Einsatz kommen wird. Bislang spielte er beim HSV überwiegend auf der linken Seite. Gegen Hoffenheim zeigte er jedoch, dass er auch rechts eingesetzt werden kann.

Für den 19-Jährigen dürfte zunächst entscheidend sein, wieder regelmässig auf dem Platz zu stehen. Nach der langen Pause geht es darum, Schritt für Schritt zu seinem Rhythmus zurückzufinden und sich erneut für grössere Aufgaben zu empfehlen.

Die Meinung von HSV ONLINE

Die Rückkehr von Alexander Røssing-Lelesiit ist eine erfreuliche Nachricht für den Hamburger SV. Eine lange Verletzungspause kann gerade für einen jungen Spieler die Entwicklung bremsen. Deshalb ist es wichtig, dass der Norweger nun wieder Spielpraxis sammeln kann.

Das Heimspiel gegen Stuttgart bietet dafür einen besonderen Rahmen. Die positiven Erinnerungen an seine Vorlage für Robert Glatzel könnten zusätzliche Motivation liefern. Gleichzeitig sollte der HSV Geduld mit dem Talent haben und ihm die Zeit geben, die er nach seiner langen Pause benötigt.

Ob links oder rechts: Røssing-Lelesiit kann für Polzins Offensive eine interessante Option werden. Entscheidend ist, dass er gesund bleibt und sich wieder dauerhaft an den Bundesliga-Alltag gewöhnt. Die HSV-Fans dürfen sich jedenfalls darauf freuen, ihn erneut im Volksparkstadion zu sehen.

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