Last-Minute-Wahnsinn: HSV schlägt Hoffenheim nach dramatischer Wende

Was für ein Fußballabend! Der Hamburger SV hat sich in der PreZero Arena mit 3:2 gegen die TSG Hoffenheim durchgesetzt. In einer dramatischen Partie mit aberkannten Treffern, einem Platzverweis und einer späten Wende schien der HSV zwischenzeitlich bereits geschlagen. Doch Terem Moffi und Miro Muheim sorgten in der Schlussphase für einen Auswärtssieg, der kaum spannender hätte ausfallen können.

Poulsen bringt den HSV früh in Führung

Die Mannschaft von Merlin Polzin erwischte einen vielversprechenden Start. Yussuf Poulsen brachte die Hamburger in der 12. Minute in Führung. Auch Torhüter Daniel Heuer Fernandes war gefordert und bewahrte sein Team mit mehreren starken Paraden vor einem früheren Gegentreffer.

Doch noch vor der Pause musste der HSV einen doppelten Rückschlag verkraften. Zunächst verletzte sich Nicolai Remberg in der 35. Minute, fünf Minuten später erwischte es auch Fábio Vieira. Während Vieira weiterspielen konnte, musste Remberg ausgewechselt werden. Später wurde der HSV-Kapitän mit einer Schiene und auf Krücken gesehen. Die Verletzung am Knie sorgte für große Sorgen.

Eigentor und Conté drehen die Partie

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schien Hoffenheim zunächst den Ausgleich zu erzielen. Der Treffer von Bambasé Conté wurde jedoch wegen eines vorausgegangenen Fouls aberkannt.

Wenig später fiel das 1:1 dennoch: Sebastiaan Bornauw lenkte den Ball in der 45.+6 Minute ins eigene Tor. Der HSV verlor zunehmend die Kontrolle über die Begegnung.

Nach dem Seitenwechsel setzte Hoffenheim nach. Conté traf in der 53. Minute zum 2:1 und brachte die Gastgeber damit auf Siegkurs. Für den HSV wurde die Aufgabe immer schwieriger.

Dann änderte ein Platzverweis die Ausgangslage. Bernardo sah nach einem Foul an David Møller Wolfe seine zweite Gelbe Karte und musste vorzeitig vom Platz. Die Hamburger bekamen dadurch neuen Auftrieb und warfen in Überzahl noch einmal alles nach vorne.

VAR nimmt Stange den Ausgleich – Moffi trifft trotzdem

In der 80. Minute schien Otto Stange den HSV mit seinem Treffer zum 2:2 zurück ins Spiel zu bringen. Doch die Freude hielt nicht lange an. Nach einer Überprüfung griff der VAR ein: Wegen eines Handspiels und des anschließenden Foulspiels wurde das Tor aberkannt.

Der HSV ließ sich davon nicht entmutigen. Nur wenige Minuten später schlug Terem Moffi zu. Der eingewechselte Angreifer köpfte in der 84. Minute zum 2:2 ein und brachte die Hoffnung auf einen Punktgewinn zurück.

Doch damit war das Drama noch nicht vorbei. In der Nachspielzeit bekam Miro Muheim seine Chance und verwandelte sie spektakulär. In der 90.+4 Minute traf der HSV-Spieler mit einem Distanzvolley zum 3:2. Die Hamburger drehten damit eine Partie, die schon verloren schien, und machten den Auswärtssieg perfekt.

Ein großer Sieg mit einem bitteren Beigeschmack

Der HSV kann nach diesem wilden Spiel drei wichtige Punkte mitnehmen. Die späten Treffer von Moffi und Muheim zeigten, dass die Mannschaft auch nach Rückschlägen und einem aberkannten Tor nicht aufgab.

Allerdings wird die Freude durch die Verletzung von Nicolai Remberg getrübt. Der Ausfall des Kapitäns könnte für Merlin Polzin zu einem ernsthaften Problem werden. Wie schwer die Knieverletzung tatsächlich ist, muss sich erst noch zeigen.

Die Meinung von HSV ONLINE

Dieser Sieg könnte für den HSV mehr sein als nur ein Erfolg in einem spektakulären Bundesliga-Spiel. Die Mannschaft bewies Moral, glaubte trotz Rückstand und VAR-Entscheidung weiter an ihre Chance und wurde in der Schlussphase belohnt. Gerade solche Spiele können einer Mannschaft Selbstvertrauen geben.

Trotzdem darf der späte Triumph nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hoffenheim nach dem Ausgleich und dem Eigentor zeitweise die Kontrolle übernahm. Der HSV muss aus diesen Phasen lernen und defensiv stabiler werden. Noch schwerer wiegt die Sorge um Nicolai Remberg: Sollte der Kapitän länger ausfallen, wäre das ein empfindlicher Verlust.

Der dramatische Erfolg gehört den Hamburgern. Jetzt bleibt zu hoffen, dass Rembergs Verletzung nicht so schwer ist wie zunächst befürchtet.

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