Der Hamburger SV muss vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart möglicherweise den nächsten personellen Rückschlag verkraften. Nach dem Kreuzbandriss von Kapitän Nicolai Remberg ist nun auch der Einsatz von Albert Sambi Lokonga gefährdet. Der belgische Mittelfeldspieler hat mit muskulären Problemen zu kämpfen und konnte in dieser Woche kaum mit der Mannschaft trainieren.
Sambi Lokonga bereitet dem HSV Sorgen
Trainer Merlin Polzin bestätigte, dass Lokonga nach dem jüngsten Spiel gegen die TSG Hoffenheim eine leichte Reaktion gespürt habe. Deshalb wolle der HSV kein unnötiges Risiko eingehen.
„Er hat nach dem Spiel gegen Hoffenheim eine leichte Reaktion gespürt“, erklärte Polzin. Der Verein wolle vorsichtig vorgehen und vermeiden, die Situation durch eine zu frühe Rückkehr zu verschlimmern.
Die Verantwortlichen kennen die Vorgeschichte des 26-Jährigen. Vor seinem Wechsel nach Hamburg hatte Lokonga bereits mit mehreren Verletzungen zu kämpfen. Deshalb sei es wichtig, die Belastung genau auf seinen körperlichen Zustand abzustimmen.
„Wir haben eine gute Balance zwischen dem gefunden, was er spürt, und der Art, wie wir ihn trainieren, damit er seine maximale Leistung bringen kann“, sagte Polzin.
Ob der Mittelfeldspieler rechtzeitig für das Duell mit Stuttgart fit wird, ist derzeit offen. Der HSV-Trainer rechnet mit einer schwierigen Entscheidung.
HSV droht der Ausfall seiner kompletten Doppelsechs
Besonders problematisch wäre es für den HSV, wenn neben Remberg auch Lokonga ausfallen sollte. Damit könnte die bisherige Doppelsechs komplett auseinanderbrechen.
Als mögliche Alternative für Remberg kommt Kofi Amoako infrage. Eine endgültige Entscheidung über die Besetzung des defensiven Mittelfelds ist allerdings noch nicht gefallen. Auch Nicolás Capaldo könnte eine Option sein: Polzin könnte ihn aus der Dreierkette nach vorne ins defensive Mittelfeld ziehen.
Sollte Lokonga ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, wäre Bilal Nadir eine weitere Möglichkeit für die Partie gegen Stuttgart.
Der VfB reist mit Rückenwind nach Hamburg. Unter der Woche gewann die Mannschaft in der Champions League mit 3:0 gegen Bratislava. Für den HSV wird die personelle Situation damit zu einer zusätzlichen Herausforderung vor dem wichtigen Heimspiel.
Die Meinung von HSV ONLINE
Der mögliche Ausfall von Albert Sambi Lokonga wäre für den HSV ein weiterer empfindlicher Rückschlag. Nach der schweren Verletzung von Nicolai Remberg könnte ausgerechnet das defensive Mittelfeld zur größten Baustelle vor dem Stuttgart-Spiel werden.
Für Merlin Polzin kommt es nun darauf an, eine Lösung zu finden, die sowohl defensiv stabil als auch taktisch überzeugend ist. Gleichzeitig darf der HSV bei Lokonga kein unnötiges Verletzungsrisiko eingehen. Eine kurzfristige Schwächung wäre ärgerlich – eine weitere langfristige Verletzung wäre jedoch deutlich schlimmer.