Grønbæk fällt aus: So könnte der HSV seinen Leistungsträger ersetzen

Der Hamburger SV muss in den kommenden Wochen ohne Albert Grønbæk auskommen. Der Däne hat sich während der Länderspielreise einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Für HSV-Trainer Merlin Polzin stellt sich damit die Frage, wie der bislang offensiv auffälligste Spieler der Mannschaft ersetzt werden kann.

Grønbæk kam beim 2:3 Dänemarks gegen Norwegen erst in der 82. Minute auf den Platz. Nach der Partie wurde sein rechter Oberschenkel bandagiert. Untersuchungen per MRT bestätigten anschließend die Verletzung.

Eine genaue Ausfallzeit nannte der HSV bislang nicht. Nach den vorliegenden Informationen ist jedoch mit einer Pause von mehreren Wochen zu rechnen.

Mehrere wichtige Spiele könnten ohne Grønbæk stattfinden

Für den HSV kommt die Verletzung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach der Länderspielpause stehen mehrere wichtige Begegnungen auf dem Programm.

Sollte sich die erwartete Ausfallzeit bestätigen, könnte Grønbæk unter anderem die Bundesliga-Partien bei der TSG Hoffenheim am 10. Oktober, gegen den VfB Stuttgart am 17. Oktober und beim SC Paderborn am 24. Oktober verpassen.

Auch im DFB-Pokal könnte der Mittelfeldspieler fehlen. Am 27. Oktober trifft der HSV auf Eintracht Frankfurt.

Allerdings hängt dies letztlich vom Heilungsverlauf ab. Eine konkrete Rückkehrprognose gibt es derzeit noch nicht.

Für Grønbæk ist es bereits die zweite Oberschenkelverletzung

Die aktuelle Verletzung ist für den Dänen besonders ärgerlich, weil er bereits im Februar Probleme am rechten Oberschenkel hatte. Damals musste Grønbæk rund einen Monat pausieren und verpasste fünf Spiele.

Nun steht der HSV erneut vor der Aufgabe, seinen Ausfall aufzufangen.

Grønbæk war bislang der beste Scorer des HSV

Sportlich wiegt der Ausfall schwer. Grønbæk kommt in dieser Saison bislang auf zwei Tore und zwei Vorlagen.

Seine beiden Treffer erzielte er beim 3:0 im DFB-Pokal gegen den SC Verl. In der Bundesliga war er beim 2:1 gegen den 1. FC Köln an beiden HSV-Toren beteiligt und bereitete jeweils den Treffer vor.

Damit hat der Däne bislang vier Scorerpunkte gesammelt und war ein wichtiger Bestandteil der Hamburger Offensive. Auch bei Standardsituationen übernahm Grønbæk regelmäßig Verantwortung.

Polzin hat mehrere Möglichkeiten

Merlin Polzin stehen grundsätzlich verschiedene Varianten zur Verfügung. Für die Position im zentralen Mittelfeld kommen unter anderem die beiden Sommer-Neuzugänge Martin Adeline und Bilal Nadir infrage.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine offensivere Rolle für Patson Daka oder Otto Stange.

Auch Albert Sambi Lokonga könnte weiter nach vorne rücken. In diesem Fall müsste wiederum seine bisherige Position neben Nicolai Remberg neu besetzt werden. Bilal Nadir oder Kofi Amoako wären dafür mögliche Kandidaten.

Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Test gegen Kopenhagen bietet zusätzliche Zeit

Dem HSV bleibt etwas Zeit, um die passende Lösung zu finden. Das nächste Bundesliga-Spiel steht erst am 10. Oktober bei der TSG Hoffenheim an.

Zuvor bestreitet die Mannschaft am 4. Oktober im Volksparkstadion ein Testspiel gegen den FC Kopenhagen. Für Polzin bietet sich damit eine zusätzliche Gelegenheit, verschiedene Varianten ohne Grønbæk zu testen.

In der kommenden Woche dürfte der HSV-Trainer deshalb mehrere Optionen genauer unter die Lupe nehmen.

Die Meinung von HSV ONLINE

Der Ausfall von Albert Grønbæk ist für den HSV sportlich relevant, weil der Däne bislang direkt an mehreren Treffern beteiligt war und eine wichtige Rolle im Offensivspiel übernommen hat.

Gleichzeitig verfügt Merlin Polzin über mehrere Spieler, die auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden können. Die kommenden Trainingstage und das Testspiel gegen Kopenhagen dürften deshalb wichtig werden, um eine Lösung für die nächsten Pflichtspiele zu finden.

Entscheidend ist zunächst jedoch der Heilungsverlauf von Grønbæk. Erst danach lässt sich genauer beurteilen, wie viele Partien der HSV tatsächlich ohne seinen Mittelfeldspieler bestreiten muss.

Schreibe einen Kommentar