HSV-Verletzungssorgen: Polzin macht bei Bornauw Hoffnung auf Einsatz gegen Frankfurt

Der Hamburger SV muss nach dem Pokal-Aus gegen Eintracht Frankfurt weiter um Sebastiaan Bornauw bangen. Der Abwehrchef musste beim 1:3 im DFB-Pokal zur Halbzeit ausgewechselt werden, nachdem er einen schmerzhaften Treffer im Gesicht abbekommen hatte.

Für HSV-Trainer Merlin Polzin kommt die Verletzung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Personalsituation bei den Rothosen ist ohnehin angespannt. Mit Blick auf das nächste Bundesliga-Duell gegen Frankfurt zeigte sich der Coach allerdings vorsichtig optimistisch.

Bornauw erleidet blutende Verletzung im Gesicht

Die Szene ereignete sich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Bei einer Aktion im Frankfurter Strafraum faustete Eintracht-Keeper Noah Atubolu den Ball weg und traf dabei auch Bornauw.

Der Belgier erlitt eine Verletzung im Bereich des Kiefers und blutete. Nach der Behandlung stand fest, dass er nicht weiterspielen konnte. Für den HSV-Verteidiger war die Partie damit bereits nach der ersten Halbzeit beendet.

Nach dem Pokal-Aus erklärte Polzin, was passiert war: Bornauw habe in einem Zweikampf einen Schlag im Kieferbereich abbekommen. Aufgrund der Verletzung sei eine Fortsetzung des Spiels nicht möglich gewesen.

Eine genaue Diagnose lag zunächst noch nicht vor. HSV-Sportdirektor Claus Costa berichtete von einer sichtbaren Wunde an der Lippe oder an der Nase. Ob zusätzlich eine Kieferprellung vorliegt, konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigen.

HSV verliert seinen Abwehrchef – Frankfurt nutzt die Situation

Bornauw war vor seiner Auswechslung ein wichtiger Bestandteil der Hamburger Defensive. Der Innenverteidiger klärte mehrfach per Kopf und hatte kurz vor der Pause sogar eine Gelegenheit, den HSV in Führung zu bringen.

Nach seinem Ausfall musste Polzin erneut umbauen. Jason Bissi-Mouelle kam in die Partie und bildete anschliessend mit Warmed Omari und Shafiq Nandja die Dreierkette.

Diese Konstellation hatte der HSV zuvor noch in keinem Pflichtspiel eingesetzt. Die Umstellung stellte die junge Defensive vor eine zusätzliche Herausforderung.

In der zweiten Halbzeit nutzte Frankfurt seine Chancen konsequent und erzielte drei Treffer. Zwar lässt sich die Niederlage nicht allein auf Bornauws Auswechslung zurückführen, doch der Verlust des zentralen Abwehrspielers erschwerte die Aufgabe für die Hamburger zusätzlich.

Polzin macht Hoffnung auf Bornauw-Einsatz

Die entscheidende Frage lautet nun, ob Bornauw bereits am Sonntag im nächsten Bundesliga-Duell mit Eintracht Frankfurt wieder zur Verfügung stehen kann.

Polzin zeigte sich nach dem Pokalspiel zuversichtlich. Der HSV-Trainer betonte, dass Bornauw insgesamt stabil sei, und stellte einen Einsatz am Sonntag in Aussicht – allerdings ausdrücklich unter Vorbehalt des damaligen Informationsstands.

Eine endgültige Einschätzung sollte erst nach weiteren Untersuchungen möglich sein.

Auch bei Jordan Torunarigha besteht Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader. Für Nicolás Capaldo sieht die Situation nach den vorherigen Ausfällen dagegen weniger günstig aus.

Die Verletztenliste bleibt ein Problem für den HSV

Bornauws Verletzung ist der nächste Rückschlag für eine Mannschaft, die derzeit auf mehrere wichtige Spieler verzichten muss.

Nicolai Remberg fällt nach seinem Kreuzbandriss voraussichtlich lange aus. Auch Fábio Vieira, Yussuf Poulsen und Bilal Nadir standen gegen Frankfurt nicht zur Verfügung. Hinzu kamen die Ausfälle von Capaldo und Torunarigha.

Für Polzin bedeutet das, dass er seine Aufstellung immer wieder anpassen und jungen Spielern Verantwortung übertragen muss.

Claus Costa machte aus seinem Frust über die Situation keinen Hehl. Die vielen Ausfälle seien für den HSV zunehmend belastend.

Vor dem nächsten Frankfurt-Spiel wird deshalb entscheidend sein, welche angeschlagenen Spieler rechtzeitig fit werden und welche Alternativen dem Trainer zur Verfügung stehen.

Die Meinung von HSV ONLINE

Der HSV kann sich in dieser Phase kaum weitere Ausfälle leisten. Sebastiaan Bornauw ist ein wichtiger Bestandteil der Abwehr und gibt der Dreierkette Stabilität. Sein Ausfall gegen Frankfurt machte Polzins ohnehin schwierige Personalsituation noch komplizierter.

Die vorsichtig optimistischen Aussagen des Trainers sind deshalb eine gute Nachricht für die Hamburger. Sie ersetzen allerdings keine medizinische Diagnose. Erst die weiteren Untersuchungen werden zeigen, ob Bornauw tatsächlich schon im nächsten Ligaspiel eingesetzt werden kann.

Auch eine mögliche Rückkehr von Torunarigha wäre für den HSV wertvoll. Die Mannschaft braucht dringend mehr personelle Stabilität, um nach dem Pokal-Aus wieder in die Spur zu finden.

Das erneute Duell mit Frankfurt bietet die Gelegenheit zur sportlichen Reaktion. Voraussetzung dafür ist, dass Polzin eine möglichst stabile Defensive aufstellen kann.

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